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Ruth Gall

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Letztes Update:

03.02.2010

Empfehlungen Regeln Ursachen Bilanz meiner Selbsthilfe Initiative

Angst vor übermächtigen Personen in der Familie 

Dumm - Gemein - Verbohrt - Unzuverlässig 
Stur - Lieblos - Taktlos - Engstirnig 
Eigensinnig - Naiv - Böse - Unsensibel 
Kleinlich - Undankbar - Egoistisch

Meine Lieben, wer von uns möchte schon so dargestellt werden? Wer wird durch solche Adjektive, gebraucht in Zusammenhang mit seiner Person, nicht tief verletzt? Noch schlimmer, wenn mich Nahestehende oder gar Mütter, Väter, Freunde oder der Chef so betiteln. Versuchen wir nicht ständig genau dieser Meinung über uns auszuweichen? Geben wir nicht bereitwillig dem Tadelnden recht, da wir immer in Angst leben, wirklich so zu sein?

Diese Seite unserer Seele werden wir nun ein wenig beleuchten. Denn durch die Angst, Anerkennung und liebevolle Zuwendung zu verlieren, lassen wir uns manipulieren, dressieren - sind willig, billig und brav!

Und diejenigen, die diese Adjektive missbrauchen um sie wie Pfeile auf unsere Seele abzufeuern, Sie haben zu jeder Zeit die absolute Macht über unsere Person - gelingt es ihnen nicht ständig, uns eine schlechtes Gewissen zu machen - uns klein zu halten. 

Dass wir dabei zuallererst unser gesundes Verhältnis mit uns selbst verlieren, die Fähigkeit auf unser Inneres zu Vertrauen und zu hören, und in Folge unser Verhalten verändern - oft schleichend - bis es uns krank und verhaltensgestört macht, fällt uns nicht auf. Im Buhlen um die vermeintlich lebenswichtige Wertschätzung verlieren wir unseren Seelenfrieden, unsere Selbstachtung und langsam auch das Selbstvertrauen.

Schon als kleines Baby lernt der Mensch, dass er abhängig ist. Von Pflege und Zuwendung der Eltern. Schnell lernt Kleinkind, was es zu tun hat, um diese Zuwendung zu bekommen und sie zu erhalten. Wenn ich lache, lacht Mutter auch - bin ich quengelig bemüht sie sich noch mehr um mich - bin ich zu lange quengelig dann wird sie vielleicht sogar böse und schimpft mit mir. Dieses Verhalten ist ganz normal und zunächst auf das reine Überleben ausgelegt.

In den folgenden Jahren lernt das Kind, sich Gehör bzw. Zuwendung zu verschaffen, es lernt aber auch, wie es bestimmte Reaktionen erzeugen kann (lachen, ärger - Kopfschmerzen bei Mama.) Es lernt, sein Verhalten mit dem des Umfeldes abzugleichen, um möglichst viel an Zuwendung und Anerkennung zu erhalten.

Wenn ich nun aber als Erziehungsberechtigter (bedeutet nicht auch Erziehungsbefähigter) egoistische Ziele verfolge oder eine gestörte Persönlichkeit habe, das Kind nicht ernst nehme, die Elterliche/Erwachsenen Macht gegenüber dem Kind missbrauche, es nur als Funktionsträger für Verantwortlichkeiten (meine eigenen) sehe, wird dieses Verhältnis maßgeblich gestört.

Mit Sprüchen wie: 

 Was sollen denn die Nachbarn denken
 Wenn du so unartig bist bekommt die Mama Kopfweh
 Geh weg, das kannst du sowieso nicht
 Nur wegen dir muss ich in dieser schlechten Ehe bleiben
.... auf mein berufliches Fortkommen verzichten
 Schau mal was die Mammi alles Tolles nur für dich macht
 Wir rackern uns ab, damit du ein besseres Leben hast
 Du bist undankbar - ich wäre froh gewesen wenn ich so was gehabt hätte
 Solange Du deine Füße unter meinen Tisch streckst, wird getan was ich sage
 Wir wollen doch nur dass es Dir mal besser geht
 Wir meinen es doch nur gut mit dir
 Ich habe für dich alles aufgegeben
 Alles muss ich selber machen, du machst nichts richtig
 Ständig muss ich hinterher sein, auf Dich kann ich mich nicht verlassen
 Die Mammi ist ganz traurig weil du so böse bist

veranlasse ich das Kind, mir zu dienen, mich anzuerkennen als der schlicht gigantisch beste Mensch auf der Welt und der in seiner Kinderwelt allmächtigste Mensch. Es wird sich selbst in Verantwortung mir gegenüber nehmen, wird sich zu Dankbarkeit und Fürsorge mir gegenüber verpflichtet fühlen.

Neben mir wird es sich klein fühlen, unsicher, unvollkommen, unfähig. Das Kind bekommt ein schlechtes Gewissen da sie ja schuld sind am Leiden der Mutter/Eltern. Es lebt in ständiger Angst, den Erwartungen und Aufgaben nicht gewachsen zu sein. 

Auch die Ehrfurcht und Angst vor der großen Person wird nachhaltig geschürt. Dazu bedarf es nicht mal drastischer Wort sondern auch nur ein Seufzen der Mutter, ein Abwinken des Vaters oder ein Beiseitedrängen durch den Bruder.

Des weiteren wird die Angst instrumentalisiert indem zur Abschreckung Personen oder Dinge hergenommen werde, zusätzliche Machtmittel - Mittel die Macht zu verstärken: 

Ä Dann kommt der Grampus und holt dich
Ä Da sperrt dich der Polizist in den Kerker
Ä Der schwarze Mann fängt die bösen Kinder
Ä Wir bringen dich zu Luzzi Oma (eine unangenehme Person) wenn du nicht artig bist
Ä Dich frisst der Wolf
Ä Der Drache wird dich in seine Höhle zerren
Ä Die böse Hexe verzaubert dich in einen Wurm
Ä Oder auch nur, dass sag ich dem Papa wenn er abends heimkommt

Damit wird Angst erzeugt. Als Kind schon lernen wir, uns vor mächtigen Personen oder negativen Ereignissen zu fürchten, die wir selbst durch Ungehorsam oder Untauglichkeit hervorrufen.

Haben wir nun unser Handeln, Parieren und Buhlen um Anerkennung diesem Druck erst mal unterworfen, wird das Spiel mit der Angst - vor Ausgrenzung, Versagen, Liebesentzug weiter fortgesetzt, von uns im Innersten sogar noch kanalisiert und komprimiert.

Das bedeutet, dass wir diese Verpflichtungen, diese stummen Dankeserwartungen, diesen Anspruch der Eltern an uns noch pflichtbewusster, funktionierender und perfekter bedienen, als es der Andere erwartet oder uns beigebracht hat. Schon im Vorfeld versuchen wir so zu handeln, wie wir denken dass die Eltern es von uns erwarten könnten. Damit verschärfen wir die Ansprüche auf ein schier unerträgliches Maß, denn wir glauben ja tatsächlich, der Mutter - dem Vater das zu schuldig zu sein.

Wir selber werden noch größere Kritiker als dritte, sind noch unsicherer im Selbstsein, orientieren uns ständig daran, wie uns andere definieren. Wir übertragen Ihnen die Macht über unser Wohlbefinden. Sind sie zufrieden - fühlen wir uns wohl und angenommen, sind sie es nicht, hadern wir mit uns, sind unzufrieden mit dem Gefühl versagt zu haben.

 So vermitteln wir uns selbst die Meinung wirklich so zu sein, wie die anderen uns sehen... Wohlgemerkt in der für sie brauchbaren Bewertung unserer Person. Wir haben gelernt unsere ganze Person in Frage zu stellen. Die Wenigsten von uns kennen den Unterschied zwischen:
DU bist und - dein Verhalten ist

Die übermächtige Mutter, der allmächtige Vater, der Machtmensch Chef, die mit dem Niedermachen - Kleinmachen arbeiten, werden immer unsere gesamte Person in Frage stellen und so sind wir es auch gewohnt. Nicht unser augenblickliches Tun - NEIN die ganze Person wird in Frage/Kritik gestellt. Und so haben wir es uns auch angewöhnt, unsere ganze Person in Frage/Kritik gestellt wird und nicht das was wir gerade tun, wie wir uns verhalten. DU bist gemein! Wer will schon so benannt werden? Mehr noch, wir fürchten uns davor, dass jemand so von uns denken könnte und versuchen alles zu tun, um so eine Bewertung zu vermeiden.

Du bist gemein

 = ICH bin gemein
Du bist verbohrt  = ICH bin verbohrt
Du bist unzuverlässig  = ICH bin unzuverlässig
Du bist stur  = ICH bin stur
Du bist lieblos  = ICH bin lieblos
Du bist taktlos  = ICH bin taktlos
Du bist engstirnig  = ICH bin engstirnig
Du bist eigensinnig  = ICH bin eigensinnig
Du bist naiv  = ICH bin naiv
Du bist böse  = ICH bin böse
 Du bist kleinlich  = ICH bin kleinlich
Du bist unsensibel  = ICH bin unsensibel
Du bist undankbar  = ICH bin undankbar
Du bist dumm  = ICH bin dumm
Du bist egoistisch  = ICH bin egoistisch

Du bist ein kleiner Wurm und ich habe die Macht dich zu zertreten. Machterhalt und Stärkung der Macht durch Machenschaften nicht durch Können.

Und dann greifen auch die Attacken emotionaler Erpressung. Bekommen wir solche zusätzlich solche Sätze, bei denen es sich im Übrigen um absolute  "Totschlagsargumente" handelt um die Ohren wie: 


× Das hab ich nicht verdient, dass du so mit mir umgehst
× Ich habe doch immer nur dein Bestes gewollt
× Ich meine es doch nur gut mit Dir
× Was sollen denn die Nachbarn denken
× Das gehört sich nicht
× Die Leute reden schon über dich und sind der Meinung es ist nicht richtig was du machst
× Also, ich hätte schon mehr von dir erwartet
× Ich hätte nicht erwartet, dass du mich so im Stich lässt
× Also dass hätte ich dir nie zugetraut
× Nur du kannst mir helfen - ich brauche dich
× Du bist nicht loyal
× Du hast keinen Einsatzwillen
× Deine Selbstverwirklichung geht dir vor
× Ich verlange doch wirklich nicht viel ...das wenige kannst du doch für mich tun
× Ich dachte immer ich kann mich auf dich verlassen
× Du liebst mich nicht genug sonst würdest du das für mich tun
× Ich hätte dich für klüger gehalten
× Jeder vernünftige Mensch sieht, dass ich hier im Recht bin und du irrst


Mal ehrlich, wem von ihnen sind diese Sätze unbekannt? Wem wird nicht flau, wenn er so was hört? Und haben wir nicht Angst , dass wir so eine Aussage über uns anhören müssen. Also ich habe beim Aufschreiben schon Herzklopfen bekommen.


 

Wer diese Sätze benutzt, bewusst oder unbewusst bedient sich unwillkürlich der Emotionalen Erpressung!

Wenn jemand so gegen uns argumentiert - wie kann ich mich da wehren?

Dieser Druck mit Werten macht hilflos - und willig, brav und demütig, denn sofort versuche ich, das Bild dass der Andere von mir hat zurechtzurücken.

Und das ohne jede Rücksicht auf meine eigenen Gefühle. Ich stelle hinten an dass ich den Kindern versprochen habe mit ihnen schwimmen zu gehen, wenn mein Chef zu mir sagt, er hätte gedacht er könne sich darauf verlassen, dass ich die wichtige Arbeit noch nach Feierabend erledige.

Ich sage meinen Kurzurlaub, auf den ich mich schon monatelang gefreut habe, kurzerhand ab wenn meine Mutter zu mir sagt: Mir geht's nicht so gut und ich verlange doch wirklich nicht viel, wenn ich dich einmal bitte dieses Wochenende für mich zu sorgen.

Und wie schlecht wird mein Gewissen, wenn ich zu hören bekomme: Die Leute reden auch schon darüber, dass du so mit mir umgehst ... das habe ich nämlich nicht verdient.

Oder wie kann ich Widersprechen, wenn jemand zu mir sagt: "Ich meins doch nur gut mit Dir", selbst wenn mich diese Person jeden Tag mit zig Anrufen, bei denen ich immer gesagt bekomme was ich wie zu machen habe und was nicht, nervt.

Wer würde hier schon die Entstehung einer massiven Angst vermuten?

Definieren wir Angst nicht normalerweise auf einen Gegenstand oder eine Sache. Angst vor Spinnen, vor dem Fliegen, vor Aufzügen, vor Menschenansammlungen, vor dem Räuber oder Schläger - aber auch die sinnvolle Angst vor Gefahrensituationen, die ist uns vertraut und wird von allen wahrgenommen.

Die Angst aber vor verbalen Angriffen, vor Demütigung, vor dem Bloßstellen, vor Fehlinterpretation, vor dem Versagen, vor dem Liebesentzug, vor dem Verlust der Wertschätzung und Anerkennung - diese Angst ist unsichtbar und wird von uns meist nicht als solche wahrgenommen bzw. als Angst empfunden.

Die Angst z.B. von dem Machthaber, der für uns allmächtigen Person, der für unsere Beurteilung kompetenten Person, abgelehnt zu werden.

Dabei hat sie schon längst unser Handeln automatisiert. Wie wir wenn wir Autofahren das Kuppeln nicht mehr wahrnehmen, so nehmen wir unser verändertes, angepasstes und auf Verhütung von Anerkennungsverlust bedachtes gestörtes Angstverhalten nicht mehr wahr.

Wir versuchen schon im Vorfeld zu erraten, was der Andere von uns erwartet nur um den Ausspruch - das hätte ich nicht von dir erwartet- zu vermeiden. Wir bemühen uns, ja recht aufmerksam zu sein um ja nicht den Peitschenhieb: nicht mal das wenige bin ich dir wert - zu erhalten.

Dabei bestimmen wir diese Handlungen um dem anderen ja alles recht zu machen mit dem Kopf. Unser Gefühl, das uns sagen würde, was für uns selbst wichtig und richtig wäre, weisen wir als fehlbar ab und unterdrücken es.

Hat nicht der Vater, die Mutter, der Bruder, die Freundin oder der Chef mehr Kompetenz als unser doch so unzulängliches Ich. Unser Selbstvertrauen und die Selbstachtung wichtiger noch die Integrität mit uns selbst bleiben dabei auf der Strecke.

Wir unterwerfen uns der Beurteilung der Anderen ... deren Maßstäbe wir aber nie in der Lage sein werden zu erfüllen, da wir ja zu schlecht, fehlbar und unzulänglich sind. Und obwohl wir eigentlich fühlen, dass wir ganz in Ordnung sind, schließen wir uns der Meinung an: Ich bin ein schlechter, böser, egoistischer Mensch - und arbeiten ganz automatisch gegen diesen vermeintlich schlechten Menschen.

Wir verraten und bekämpfen uns selber und oft sogar noch unerbittlicher als es der Angstmacher tut.

Dieses Zwangsverhalten macht uns krank. Körper, Seele und Kopf befinden sich nicht im Einklang und reagieren darauf, was der andere Teil ihm krankmachendes abverlangt.

Sei es, dass wir zusammenzucken, wenn das Telefon schellt - oft sogar schon gar nicht mehr an den Apparat gehen wenn es klingelt - schon wochenlang Magenkrämpfe bekommen wenn wir nur an ein Pflichttreffen mit dem Übermenschen denken, Durchfall bekommen, wenn wir Montags wieder zur Arbeit gehen müssen. Unsere Hände können zittern, wenn der Chef in den Raum kommt, Herzrasen wenn wir nur die Schwiegermutter über den Hof kommen sehen, wir bekommen Kopfschmerzen weil wir den Kopf einziehen, wenn der Ehemann losschimpft dass wir ihn nicht genug lieben.

Wir sind ständig überfordert, mit der Zeit sogar mit den leichtesten Tätigkeiten, weil wir immer auf Hochtouren funktionieren wollen. Die Angst zu versagen schlägt sich in körperlichen Krankheiten nieder und werden von den Betroffenen eindeutig dem Machtmissbrauch bzw. der Angst durch übermächtige Personen zugeordnet: 

» Herz - Kreislaufprobleme bis zum Herzinfarkt 
» Schlaganfall 
» Magenbeschwerden bis zum Magengeschwür/Krebs 
» Durchfälle und Darmbeschwerden bis zum Darmkrebs  
» Kopfschmerzen bis zur Migräne 
» Kreuzschmerzen bis zum Bandscheibenvorfall 
» Unterleibsbeschwerden 
» Nierenerkrankungen wie Nierensteine 
» Blasenschwäche 
» Hautkrankheiten, Neurodermitis, Schuppenflechte 
» Allergien 
» Kiefer- bzw. Zahnfehlstellungen 
» Depressionen 
» Verhaltenstörungen oder Auffälligkeiten 
» Angst vor Nähe 
» Unfähigkeit zur Partnerschaft
» Alkohol- oder Drogenmissbrauch 
» Tablettensucht

Auch der Volksmund nennt hier einiges: Das liegt mir auf dem Herzen, das liegt mir schwer im Magen, das ist mir auf den Magen geschlagen, geht an die Nieren...


 

Wege den mentalen Angsthasen in uns zu überlisten und ein neues Selbstbestimmtes Leben zu führen

Gefahr erkannt - Gefahr gebannt

Was nun habe ich für Möglichkeiten, wenn ich erkenne wo ich stehe, was mich verunsichert, mir Angst macht? Und wie gehe ich dagegen an? Wie lerne ich mich selbst umzuerziehen, mir wieder oder erstmals zu vertrauen und meine Wertigkeit selbst zu definieren. Wie bekomme ich mein überzogenes Pflichtgefühl unter Kontrolle?

Hier mache ich zuerst mal eine Bilanz. Wo bin ich angreifbar, verletzlich. Wie wirken die "Täter" auf mich, was bewirken sie. Was hat mich zum mentalen Angsthasen geprägt.

Bin ich mir erst mal drüber im klaren, kann ich anfangen mit dem ersten Gehübungen zum "böser" werden - zur nichtdefensiven Gegenwehr - zu einer Strategie das Vertrauen auf meine innere Stimme aufzubauen, mich unabhängig zu machen von der Bewertung anderer, meine Wertigkeit selbst definieren.

Einüben von Techniken: Was mache ich wenn.. ; Wie verhalte ich mich wenn..; Wie argumentiere ich wenn...; Aus bekannten Situationen die mich niedergedrückt haben lernen für die Angstfreie Zukunft.
Hilflosigkeit macht mir Angst - Training bringt Sicherheit.
Mir Selber in Notsituation Brücken bauen um in Ruhe nachdenken zu können, denn der Feind des Angreifers ist die Zeit ... er will alles gleich sofort und auf der Stelle. Gezielte Vorbereitung ist der Feind der Angst.

Den Anderen nicht Entmündigen. Reflektieren - Spiegeln. Nicht mehr mit mir - ich habe dein Spiel durchschaut.
Das Problem bin nicht ich - das Problem hast oder bist du oder er oder sie selber.
Üben wie ein Schauspieler seine Rolle!
Automatik verlernen! Situationen in denen ich vorher "über den Tisch gezogen wurde" trainiere ich für die Zukunft, damit ich auch motorisch sicher und standfest bleibe. Schlagfertigkeit üben - kontra Ärger im Nachhinein.

Alles auf und annehmen, was mir gut tut. Therapien, Düfte, Massage, Bewegung. Mein persönliches Wohlbefinden gezielt unterstützen.
Gesunden Egoismus entwickeln in dem ich erst frage: Was will ICH ... Wie fühle ICH mich dabei.... Bewertungen dritter Ablehnen= nicht mehr fremd definiert. Es ist SEINE Meinung über mich - die steht ihm zu, dennoch ist es nur subjektive Bewertung! Er wird mich immer so sehen, wie er mich sehen will, egal wie ich mich verhalte!

Grenzen ziehen : Das will ich - das will ich nicht. Selber beobachten und immer wieder üben, denn eine gute und gezielte Vorbereitung ist der Feind der Angst. Ein Fehler den ich mache ändert nichts an meinen Charaktereigenschaften.

Was ist die Liebe wert, die Bedingungen stellt? Wenn du .... Dann.... Klarheit und Sachlichkeit vermitteln und leben.

Was ist hier mein Problem und wo entmündige ich den anderen indem ich seine Reaktion manipulieren möchte oder ihm absprechen will. Sie darf weinen ... Er hat das Recht gekränkt zu sein ... Sie kann sich im Stich gelassen fühlen. Hierbei ist es wichtig den Anderen zu reflektieren: "Du bist der Meinung ich bin, habe..." Manches lässt sich hier schon klären. "Du bist der Meinung ich bin unzuverlässig?" "Du sagst ich bin dumm"

Aussteigen kann oftmals nicht auf eine harmonische und nette Art geschehen. Es wird den Täter veranlassen noch intensiver auf mich einzuwirken. Er wird sein ganzes Register ziehen. Meist wird er sogar aggressiv reagieren um die Macht über mich nicht zu verlieren. Er kämpft um seine Position! Aber - ich halte das aus, denn ich will das aushalten. Ich will heraus aus der Opferrolle. Will diese Fremdsteuerung beenden und meine eigene Integrität leben.

"Ich halte das aus". Diesen Satz muss und werde ich mir in Zukunft mehrmals am Tag vorsagen und mich auch in extremen Drucksituationen an ihn klammern. Gerade dann wenn wieder diese Sprüche kommen: Warum tust du mir das an. Du machst mich krank. Ich dachte doch in Dir einen Freund zu haben. Dabei habe ich gemeint, ich kann mich auf dich verlassen.

"Ich halte das aus!" Und : Nicht mehr mit mir - ich habe dein Spiel durchschaut.

Das Problem bin nicht ich - das Problem hast oder bist du oder er oder sie selber.

Sie machen Andere nieder um sich selbst aufzuwerten. Wie gut tut es doch unsagbar gut, wenn ich besser bin als meine Kollegin? Wenn ich weiß wie nachlässig meine Schwester in der Haushaltspflege ist? Wie mies sich doch die Nachbarn bekriegen. Die Maiers lassen ihre arme kranke Mutter im Stich. Wie schmeichelnd für das Ego ist es doch, wenn die Mitmenschen viel schlechter sind.

Und wie sehr kann jeder sich vom eigenen Verhalten ablenken, wenn er andere zensiert und selbstverständlich viel besser ist als die.

Habe ich diese Strukturen erst einmal durchschaut, weiß wie und wo sie mich angreifen und verletzlich machen, kann ich mich gezielt darauf vorbereiten. Üben wie ein Schauspieler seine Rolle! Dadurch verhindere ich, dass meine Automatik greift, fühle mich auch in neuen Situationen sicher und lerne immer mehr, mein Ich, meine Wünsche und Bedürfnisse und meine Gefühle zu leben.

Situationen in denen ich vorher "über den Tisch gezogen wurde" trainiere ich für die Zukunft, damit ich in Zukunft rein motorisch sicher und standfest bleibe. Hinterher nur über die Schwäche die ich gezeigt habe, oder darüber dass ich wieder reingefallen bin, ist destruktiv. Anhand solcher Situationen aber eine Taktik auszuarbeiten, einzuüben und zu erproben bringt mich weiter. Macht mich auch klarer anderen gegenüber.

Mag sein, dass ich dann für manchen unbequemer werde, weil ich mich nicht mehr manipulieren lasse. Die meisten aber werden es schätzen, dass ich selbst vorsichtiger mit ihren Grenzen umgehe, dass ich deutlich bin, wenn sie an meine Grenzen stoßen. Unser Miteinander wird unkomplizierter und der Umgang wird offener und viel ehrlicher. Auch brauche ich keine Angst zu haben, wenn ich sachlich kritisiere, dass sich mein Gegenüber in Frage gestellt sieht und beleidigt reagiert.

Wenn Kritik anderer nicht mehr mein ganzes Sein in Frage stellt, brauche ich auch keine Angst mehr davor haben. Wenn ich gelernt habe, nein zu sagen, meine Grenzen zu behaupten, brauche ich auch keine Angst mehr haben dass jemand bei mir eindringt und mich verletzt

Es ist ein freieres Leben, dass ich uns allen wünsche, dass wir auch den Kindern weitergeben müssen um unsere Welt menschlicher und anständiger zu machen. Ein Miteinander ohne emotionale Erpressung, das freiwillig gibt ohne Druck. Ein Leben in und mit sich selbst, dass nicht mehr krank macht, aus Angst die Zuwendung zu verlieren.

Hier noch einmal die Zielsetzung für ein angstreduziertes Eigenleben:
Unbequem werden  = nicht trendgesteuert
Eigensinn als positive Haltung = selbst bestimmt und selbst definiert
Eigenliebe entwickeln  = nur so kann ich mich selbst akzeptieren
Selbstverpflichtung übernehmen = meine Bedürfnisse ernst nehmen
Selbstachtung entwickeln = Wenn ich meine Grenzen achte, kann ich auch die der Mitmenschen sehen und akzeptieren

Achtung voreinander ist sehr wichtig - aber noch wichtiger, eigentlich sogar die Wichtigste Voraussetzung überhaupt: Achtung vor sich selbst, als eigenständige Person und nicht als Funktionsträger der Dressurleistung meiner Mitmenschen.

Hermann Hesse hat in seinen autobiographischen Schriften festgestellt:

"Wer Eigensinnig ist, gehorcht einem anderen Gesetz, einem einzigen unbedingt heiligem, dem Gesetz in sich selbst, dem "SINN" des EIGENEN."

Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 03.02.2010

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