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Ruth Gall

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Letztes Update:

03.02.2010

 

 

Eine Fahne gegen die psychische Gewalt an Schwiegertöchtern

Einmal im Jahr gehen viele Frauenorganisationen mit Fahnen auf die Straße. Es wird demonstriert gegen Gewalt an Frauen. Es werden die Frauenhäuser, Organisationen die sich um missbrauchte Frauen und Mädchen kümmern (wie Wildwasser), Frauenbeauftragte, um hier nur einige zu nennen mit dabei sein. Dies halte ich für sehr wichtig. Zu oft sind Frauen Gewalt ausgesetzt, werden missbraucht und erniedrigt und jede Institution ist wertvoll, die sich dieser Frauen annimmt.

Dabei geht es auch um das neue Gesetz, dass Frauen besser vor gewalttätigen Ehemänner schützt, die in Zukunft die Wohnung verlassen müssen, so dass nicht wie bisher die Frau auf der Straße steht, wenn sie sich der Gewalt entziehen möchte.

Eine Art der Gewalt jedoch fehlt bei den Demonstrationen, eine Fahne fehlt. Es ist unsere, die der psychischen Gewalt. Wir sind einer Gewalt ausgesetzt, die keiner sieht, die keine Spuren und sichtbare Narben hinterlässt. Der psychischen Gewalt.

Sowohl oftmals durch den Ehemann, der versucht seine Frau unter Drohungen mit Verlassen oder ständigen Streitigkeiten, Liebesentzug am funktionieren zu halten. Eine Gewalt, die Frauen zwingt irgendwo hinzuziehen, wo sie gar nicht leben wollen, weil ER da groß geworden ist, weil ER keine Miete bezahlten will, weil ER ja gewohnt ist, dass seine Mutter/Eltern so mit ihm umgehen. Eine Gewalt, die Frauen in ihren Gefühlen lächerlich und "g'spinnert" darstellt. Eine Gewalt die die Frau als Person nicht ernst nimmt, ihre Probleme nicht wichtig erachtet.

Doch die Hauptursache der Gewalt liegt bei der Schwiegermutter/Eltern. Frauen werden niedergemacht, ihrer Menschenrechte beraubt, indem die Post kontrolliert wird, sie ständig überwacht werden, der Müll durchsucht und ihnen jede Kompetenz abgesprochen wird, ihr Leben eigenständig und verantwortlich gestalten zu können. Eine psychische Gewalt die unter die Gürtellinie geht indem jüngeren Frauen gesagt wird: "Mit deinem Unterleib hast Du meinen Sohn verblödet".

Dabei verlieren wir unsere Ehre und unsere Selbstachtung, weil wir dargestellt werden als böse Hexen, niederträchtige Weiber, unsaubere Drecksäue, misshandelnde Mütter, sexbesessene Luder, geldgeile Saumatzen, Schmarotzer die sich ihr Leben an der Seite des Sohnes durch Betrug ergaunert haben, indem sie ihm ein Kind untergejubelt haben, wo man nicht mal weiß ob es überhaupt von ihm ist, unfähige "Kinder" denen jeder Schritt, jede Arbeit gesagt werden muss, Beklopfte die Frau Mutter nicht für voll nehmen kann, dumme die keine Ahnung haben was Sohnemann braucht, Geistesgestörte die die Familie kaputt machen, Schwachsinnige die nicht erkennen wie gut Frau Mutter doch zu ihnen ist, unordentliche denen die Schränke kontrolliert werden müssen, verschwenderische denen der Müll durchsucht werden muss nach noch verwendbarem. Huren dies mit jedem Mann treiben der sich auch nur 500 Meter im Umkreis aufhält, Säuferinnen die nicht zurechnungsfähig sind, verlogene Schnallen die Lügen über die gute Mutter erzählen.

Dies ist nur einiges an Beispielen, wie von Schwiegertöchtern gesprochen wird, wie wir den Umgang kennen der uns täglich widerfährt.

Und auch an die psychische Gewalt im Umgang mit den Kindern möchte ich erinnern. Wie die Kinder zum Leibeigenen dressiert werden. Wie Mütter oft wochenlang ihre Kinder (in der Kindheit) anschweigen um sie gefügig zu machen. Wie Eltern ihren Kindern essen entziehen, damit sie "brav" werden. Wie Kinder durch Liebesentzug bestraft werden. Grausamer Liebesentzug, der sie veranlasst selbst als Erwachsene noch wie ein hündisch ergebener Sklave der Mutter hinterher zu hecheln, um evtl. doch noch ein klein wenig Anerkennung und Mutterliebe zu erhaschen. Mütter/Eltern die ständig psychische Gewalt ausüben, indem sie dem Kind die Gewissheit vermitteln, es sei nichts wert, nicht gut genug, zu nichts zu gebrauchen.

All diese psychischen Schläge hinterlassen kein blaues Auge, keine sichtbaren Wunden. Und doch haben viele Menschen ein Leben lang daran zu tragen. Haben kein unbelastetes Leben, können nie in Selbstachtung leben und Einklang mit sich. Sind die ewigen zweiten, die sich nichts zutrauen, die psychisch krank werden, die eine stark verminderte Lebensqualität haben. Oftmals einzig und allein durch psychische Gewalt von Frau zu Frau, von Mutter zu Kind.

Dieses Thema ist nicht beliebt und doch für uns alle, für die Gesellschaft so wichtig. Deshalb werde ich virtuell eine Fahne für uns tragen. Gegen die psychische Gewalt an Frauen und Mädchen, an Kindern die in eine Dankbarkeitsrolle dressiert werden und schon von klein an nicht Kind sein dürfen sondern die Verantwortung für das Wohl der Mutter übernehmen müssen. Kinder denen als Erwachsene kein eigenständiges Leben zugestanden wird.

Eine Fahne das dieses Problem anerkannt wird, ebenso wie es jetzt ja langsam beim Mobbing in den Betrieben geschieht. Eine Fahne die auf das Leiden der Schwiegertöchter aufmerksam macht, die niedergemacht werden, weil sie eben den Sohn geheiratet haben und somit seine Aufmerksamkeit von der Mutter ablenken. Für Schwiegertöchter die dazu ausersehen sind, die Schwiegereltern zu pflegen - weil Ihr Mann dass in jungen Jahren unterschrieben hat damit ER das Haus bekommt und weil die Gesellschaft das als selbstverständlich den Frauen abverlangt.

Liebe Grüße

Ruth Gall für die Selbsthilfe Initiative der Schwiegertöchter

 

Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 03.02.2010

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