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Ruth Gall

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Letztes Update:

03.02.2010

Selbsthilfe Empfehlungen 

Auf Grund meiner langjährigen Praxis und Erfahrungen möchte ich einige Punkte aufzeigen, wie sich jeder selber helfen kann. Was zu tun ist, was zu bedenken ist, worauf Sie achten sollten.

Wenn Sie an die Lösung Ihres Schwiegermutter/ Eltern/ Mutterproblems gehen bzw. Rat und Hilfe suchen, dann sollten Sie sich zu Anfang eines klar machen:

KEINE/R kann einen Anderen zwingen, etwas zu tun oder zu sein. Doch wenn Sie in einer Situation leiden, gedemütigt werden oder unglücklich sind, entscheidet jede/r für sich selber ob sie/er etwas für sich unternimmt und etwas bei sich ändern möchte - oder ob sie/er weiter leidet und weiter jammert und so wertvolle Lebenszeit vertan wird. Sie alle sollten es sich wert sein, für sich selber die Ketten überzogener Moral, die Knebel der "Harmoniesucht und Harmonieverantwortlichkeit" zu sprengen und die in die Seele gebrannten Verantwortlichkeiten zu korrigieren und auf ein menschliches, gesundes, erträgliches und achtsames Maß herunter fahren.

Hier einige Empfehlungen, wer helfen kann, wo Sie Unterstützung bekommen um sich selber helfen zu können. Hilfe oder Selbsthilfe ist immer mit Trennung von alten Wertigkeiten und Denkmustern (damit meine ich keinesfalls eine räumliche Trennung  oder solche im Sinn von man sieht sich nie mehr) verbunden, mit loslassen und mit einem Neuanfang in Ehrlichkeit und Achtung, auch und gerade sich selber gegenüber. Doch ohne Achtung vor sich selbst gibt es niemals Achtung vor dem Nächsten.

 

  • Für den Notfall bieten sich die evangelische und katholische Telefonseelsorge als spontane An- und Aussprechpartner an. Auch um Informationen zu Hilfestellen in der Umgebung zu finden ist dort ein Verzeichnis der regionalen Stellen zu erfragen.

  • Psychologische und/oder sozial-therapeutische Beratung aufsuchen. Dort gibt es geschulte AnsprechpartnerInnen. Auch Paartherapien, Verhaltenstherapien und spezielle Psychotherapieformen. Das Diakonische Werk, Pro Familia, Beratungsstellen der Diozösen, Frauenverbände sind hier einige Stellen an die man sich wenden kann. Auch ein Nervenarzt/Ärztin hilft weiter, gerade wenn schon Depressionen oder andere Störungen der Psyche da sind. Darüber am besten mit dem Hausarzt sprechen, oder falls Sie davor Scheu haben einfach gleich zum Facharzt gehen.

       × Wichtig: Die Chemie zwischen Ihnen und der/m TherapeutIn muss stimmen.  Also erst mal unbefangen hingehen und ein Testgespräch machen. Erst dann entscheiden, ob man vertrauen kann und Vertrauen hat. Wenn Sie sich nicht angenommen fühlen oder nichts "rüber" kommt, bitte keine Scheu haben und zu einer/m anderen TherapeutIn wechseln. Seriöse TherapeutInnen werden Ihnen immer Teststunden anbieten.


  • Es gibt eine Reihe von Büchern, die helfen können. Zum Einen finden sich dort Erklärungen, Bestätigung und auch Wege und Möglichkeiten. Gerade für Menschen mit dem Problem übermächtiger Eltern und/oder Schwiegereltern möchte ich folgende Bücher empfehlen, bzw. halte diese für die Grundausstattung zur Selbsthilfe (die genauen Beschreibungen finden Sie auf diesen Seiten unter Bücherliste): "Problemfall Schwiegermutter" "Emotionale Erpressung" "Vergiftete Kindheit" "Die Masken der Niedertracht" "Giftige Beziehungen" "Die etwas gelassenere Art sich durchzusetzen" 

Sicher ist dies nur ein Bruchteil nützlicher und hilfreicher Bücher. Alles was stark macht, wie Frau lernen kann sich durchzusetzen, ihre Bedürfnisse zu verteidigen und anzumelden, nein zu sagen - all das kann mittels Büchern gelernt werden. Hier empfehle ich, mal in einen Frauenbuchladen zu gehen. Dort ist die Auswahl riesig und die Beratung äußerst kompetent. Einfach mal hingehen und nachfragen: "Da hab ich ein Problem, gibt es da Bücher" - und sie werden staunen, wie viel es da zu lesen und lernen gibt und wie viel Mut und Anregung man sich holen kann.


  • Kurse besuchen. Sowohl an den Volkhochschulen als auch in Frauengruppen, privaten psycho-therapeutischen Praxen usw.. werden Kurse angeboten um den Selbstwert, das Selbstvertrauen zu stärken. Auch über Kommunikation (z.B. in der Partnerschaft) oder wie Frau ihre Bedürfnisse richtig äußerst, Grenzen ziehen, Nein sagen, emotionale Intelligenz, Umgang mit Konflikten und und und. Die Palette ist sehr breit. Vorteil dabei ist es, dass dort unterschiedlichste Menschen zusammen kommen und die gemeinsame Ausbildung/Weiterbildung nicht an ein spezielles Problem gebunden ist, sonder allgemein für Viele und vieles nützlich ist. Den Umgang untereinander erleichtert, Wege zeigt, wie Frau sich trauen kann auch mal nein zu sagen oder ihre Grenze zu ziehen. Es tut dabei auch gut, Andere zu sehen, die ebenfalls Blockaden und Barrieren haben, aber auch gemeinsam neue Wege zu erarbeiten und erproben macht unheimlich Spaß.

  • Austausch im Internet. Eine schnelle Sache, zu jeder Zeit erreichbar. Kontakt zu Anderen ist relativ schnell und leicht zu halten. Wie unser Forum gezeigt hat, kann es sehr informativ und produktiv sein. Hilfreich und tröstlich und erleichternd. Sich aussprechen (schreiben), austauschen, Rat holen. Genau hinschauen sollten Sie allerdings. Was wollen Sie? Nur mal "Dampf ablassen". Gezielte Hilfe. Wollen Sie sich ändern, das Problem dauerhaft lösen oder sind sie zufrieden, wenn sie ab und zu mal jammern können oder Mitleid bekommen. Qualitativ hochwertige Hilfestellung werden sie in Online-Angeboten von Psychologen und psychologischen Beratungsstellen finden (leider sind die meist nicht kostenlos). Foren die sich mit diesem Thema, bzw. ganz allgemein mit Problemen des Alltags, beschäftigen (wobei beschäftigen sicher etwas hoch gegriffen ist, hier schreibt einfach wer möchte sein Problem und hofft auf Antworten und Tipps) finden sie auf vielen (Haus-)Frauenseiten, Seiten von Frauenzeitschriften usw.. Einfach einmal ausprobieren und schauen ob hilfreiches dabei ist.

 

  • Wenn Sie wirklich Ihr Problem beheben wollen, dann sollten Sie allerdings daran denken: Mitgefühl und Trost ist zwar im ersten Moment hilfreich und tröstlich, doch es ändert sich dadurch überhaupt nichts an Ihrer Lebenssituation. Das können nur Sie selber. Das erfordert Einsatz und Überwindung von Ihrer Seite, und den Willen wirklich damit ins Reine kommen zu wollen. Zuviel an Mitleid und Trost, oder immer nur dies, führt noch mehr in die Enge, kann sogar eine tiefe Depression auslösen oder verschlimmern, kann noch hilfloser und verzweifelter machen. Damit, Ihre Geschichte, Ihr Problem irgendwo hinzuschreiben ist keinesfalls eine Lösung betrieben sondern gerade mal der Anfang gemacht. 

 X Wichtig: Prüfen Sie genau, wo sie schreiben und achten Sie darauf was Sie schreiben. So anonym wie viele glauben ist das Internet nämlich nicht. Bei jedem Eintrag hinterlassen Sie wie eine Visitenkarte Ihre IP Nummer, die gespeichert wird. Dadurch kann man z.B. Menschen, die von der Firma oder von einer eigenen Homepage aus surfen sehr schnell herausfinden. Große Seiten von Zeitschriften oder Frauenseiten/Hausfrauenseiten sind meist unbedenklich, da die Verantwortlichen keine persönlichen Interessen haben und die Daten nur speichern um ihre Pflichten zu erfüllen. Problematischer kann es bei privat betriebenen oder kostenlos Foren (meist größere Forenanbieter bei denen jeder ein Forum einrichten kann) werden, denn dort bekommt der Forenmaster diese Daten (oder sie sind sogar für jeden angemeldeten Nutzer einsehbar).

!!!!Achtung!!!!

Es gibt kostenlos Foren, bei denen Sie nach deren AGB (Allgemeine Geschäfts Bedingungen) die (Nutzungs-)Rechte an den Inhalten uneingeschränkt und zeitlich unbegrenzt an die entsprechende Firma abtreten, sobald sie darin schreiben. Was nichts Anderes bedeuten kann, als dass die Firma dann mit Ihren Beiträgen machen kann was sie will (veröffentlichen, verkaufen, auswerten). Selbst wenn Sie in einem geschlossenen Bereich des Forums schreiben - hätte eine solche Firma dann das Recht Ihre Geschichte wie auch immer und ganz legal zu verwenden/vermarkten. Also bitte deshalb immer die Forenregeln (sollten in jedem Fall in einem Forum vorhanden sein) UND die Abgabebestimmungen des Anbieters der Foren gut durchlesen, damit Ihnen kein Nachteil entsteht.

Da im Internet jeder wenn er möchte seine Identität verschleiern, sich nennen wie er will, ist es deshalb wichtig, sich kundig zu machen wer dahinter steckt (was meist nicht möglich ist, da außer Pseudo- Namen und Pseudo- Emailadressen nichts genannt wird, selbst ganze Lebensläufe mit Bildern sind oftmals frei erfunden). Dazu kommt, dass es viele gut verstehen sich und Ihre Motivationen zu tarnen, der ehrliche und einfache Nutzer jedoch arglos seine Daten preis gibt und oftmals kriminellen Machenschaften ausgeliefert ist oder aber selber in Haftung genommen wird (z.B. wenn Nutzer erkannt werden und dann Strafanzeigen erfolgen wegen Verleumdung oder ähnlichem, denn jeder haftet für dass was er/sie schreibt)

 

Außerdem  rate ich dringend, auch Ratschläge zu hinterfragen. Denn nicht immer will oder kann der Beratende auch wirklich helfen. Nicht immer ist der Ratgeber richtig informiert. Gerade wenn es um Rechtsangelegenheiten geht (Kindschaftsrecht, Umgangsrecht Großeltern, Erbrecht) habe ich schon haarsträubende und völlig falsche Auskünfte gelesen, die unverantwortlicher Weise gegeben wurden. Haften tun diese Ratgeber nicht (bzw. nur sehr selten), die Zeche zahlt derjenige, der sich auf so fragwürdige Ratschläge verlässt.

Bei Rechtsfragen, Gesundheitsfragen, Fragen zur eigenen Psyche oder psychischen Erkrankungen deshalb immer an eine Fachfrau oder einen Fachmann. Da ist ein evtl. zu erstattendes Beratungshonorar sicherlich besser angelegt als die Folgekosten eines Rechtsstreites oder einer ernsthaften psychischen Erkrankung als Folge eines falschen Rates.  

Alle  Foren, die unter dem Namen "Schwiegermutter Forum", "Schwiegertochter Forum" oder ähnlichen Namen im Internet zu finden sind, werden von mir nicht unterstützt, haben mit meiner Initiative nichts zu tun und ich distanziere mich ausdrücklich von deren Inhalten, da ich weder die Betreiber kenne noch deren Motivation!

 

 

Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 03.02.2010

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